Die Kunst Holz zu spalten

Papa sagt „beim Holz machen wird man 3x warm! Das erste mal im Wald beim Fällen, Sägen und Spalten, dann beim klein machen – also wieder sägen und Spalten, und dann im Winter beim heizen“

Auch wir müssen Vorsorge für die kommende Jahreszeit treffen, denn schließlich sind wir gewarnt durch den Leitspruch des Hause Stark:

~ Winter is comming ~

Nun, auch wenn uns heutzutage doch weitaus mehr Technologie zur Verfügung steht wie Motorsäge und Spalter, so birgt auch diese ihre Tücken.

Eine davon haben wir auf diesem Bild festgehalten:
Kloben verkeilt, ließ sich nicht mit Axt oder Brechstange enfernen, beim Versuch den Kloben durch einen zweiten rauszudrücken verkeilte sich auch dieser, auch das gute Stück mit dem spalthammer zu zerlegen schlug fehl.

Aber mein Papa wäre nicht mein Papa wenn er so etwas nicht lösen könnte!

Neujahrseskalation

Irgendwie ist es merkwürdig. Ein halbes Jahr wird Schi-Schi gemacht, werden Pläne und Versprechen entworfen und dann, am Weihnachtsfest sind alle bemüht und im Januar eskaliert es wieder. 2010 führte ich ein Gespräch per iChat mit meinen Eltern, dass in Teilen als Aufzeichnung noch existiert, den. Ich wurde so runter gemacht, dass ich dieser Ballung an Vorwürfen und Beleidigung irgendwann nicht mehr folgen konnte …

Meine Schwester wird demnächst 30 und wünscht sich einen Urlaub als Familie. Ich finde das toll und habe vor nun 6 Jahren meine ganze Familie dazu gebracht, keinen „um des Schenkens Willen“-Krempel zu Weihnachten zu verschenken, sondern gemeinsam einen kurzen Urlaub zu machen. Meine Frau war schwanger zu der zeit und seit der Geburt unserer Tochter gab es so einen gemeinsamen Urlaub nicht mehr. An und für sich waren das schöne Tage – auch wenn es für mich befremdlich ist, warum man in den Urlaub seine eigene fernsehzeitung mit nimmt. Aber ich habe da nichts zu gesagt, Eltern sind manchmal wunderlich …

Es gab natürlich bei diesem Urlaub auch Grund zum ärgern, jedenfalls aus Sicht meiner Eltern, denn der Familienausflug nach Polen viel mangels Ausweis meiner Frau aus – sprich: meine Familie ging nach Polen und meine Frau spazierte mit mir 25 Kilometer am Strand entlang. Es war perfekt – und nach 6 Stunden trafen wir uns alle wieder und waren in einem Fisch-Restaurant. Für mich war der Tag perfekt. Für meine Familie war er überschattet von dem Groll gegen mich und vor allem gegen meine Frau, die mutmaßlich absichtlich ihren Ausweis vergessen hat um nicht nach Polen zu müssen …

Für den gemeinsamen Urlaub im Herbst diesen Jahres anlässlich des 30sten Geburtstags meiner Schwester befürchtete ich ähnliches Konfliktpotential und versuchte zu erklären, dass es eben nicht entspannend ist, wenn man für alles immer nur kritisiert wird und wenn man auf die Kinder mit Argusaugen Wachen muss, damit die Kinder eben nicht in die unisolierten Stromkabel die in den noch nicht eingesetzten Steckdosen blinken anfassen, dass sie nicht das selbst getöpferte zerbrechen oder die nicht abgesperrte Treppe runter purzeln …

Es ist im übrigen auch nicht entspannend, wenn einem alle Errungenschaften als negativ und Geldverschwendung ausgelegt werden und wenn alles, was man den Kindern gutes tut, kommentiert wird mit „… sowas haben wir alles nicht gemacht – wir waren aber auch schlechte Eltern.“ irgendwann verliert man einfach den Spaß sie für ihre Elternrolle in der zeit damals zu loben. So Unrecht ich meiner Schwester damit auch tue, ich hab schon gar kein Bock mehr auf den Urlaub, weil ich weiß, dass ich lange brauchen werde, mich davon zu erholen. Ich mag meine Schwester und meine Mutter – aber warum mein Vater kein einziges gutes Wort für meine wunderbare Frau, meine tollen Kinder oder gar mich findet ist mir schleierhaft. Aber die spärliche Freizeit mit so einem Misanthropen zu verbringen, dafür ist mir zeit auch echt zu schade …